Lohnsteuertabelle

Lohnsteuertabelle hilft bei der Ermittlung der Lohnsteuer

Fast jedem ist die Lohnsteuer ein Begriff, doch was sich genau dahinter verbirgt, das ist nicht allen eindeutig klar. Das liegt daran, dass man als Arbeitnehmer nicht direkt etwas mit dieser Steuerart zu tun hat, da sie in erster Linie den Arbeitgeber betrifft.

Die Definition der Lohnsteuer

Bei der Lohnsteuer handelt es sich um eine so genannte Quellensteuer, was ganz einfach bedeutet, dass die Steuer direkt an der Quelle einbehalten wird. Im Fall der Lohnsteuer ist die Quelle der jeweilige Arbeitgeber, diese Steuer wird also gleich vom Lohn abgezogen, so dass der Arbeitnehmer damit gar nichts zu tun hat. Der Arbeitnehmer bekommt also seinen Lohn ausbezahlt, nachdem die Steuer zuvor an das Finanzamt abgeführt wurde.

Der Arbeitnehmer ist zwar der Schuldner, er muss sich jedoch nicht um die Berechnung und die Abfuhr kümmern, das übernimmt der Arbeitgeber, nachdem er die Lohnsteuerkarte vorliegen hat. Auf der Lohnsteuerkarte ist angegeben, welcher Lohnsteuerklasse der Mitarbeiter zugeordnet ist.

Berechnung anhand zwei unterschiedlicher Lohnsteuertabellen

Zur Berechnung der Steuer kann man eine Lohnsteuertabelle zu Hilfe nehmen, diese findet man auch auf zahlreichen Internetseiten. Es gibt allerdings zwei Tabellen, nämlich die allgemeine Tabelle und die besondere Tabelle. Die Lohnsteuer aller rentenversicherungspflichtiger Arbeitnehmer wird anhand der allgemeinen Lohnsteuertabelle berechnet. Unterliegt ein Arbeitnehmer hingegen nicht der Rentenversicherungspflicht, erfolgt die Berechnung auf Grundlage der besonderen Tabelle, das gilt zum Beispiel für alle Beamten.

Einteilung in sechs verschiedene Lohnsteuerklassen

In Deutschland gibt es insgesamt sechs Lohnsteuerklassen, denn es gibt aufgrund der umfangreichen Steuergesetzgebung eine große Anzahl an unterschiedlichen Steuerfällen. So unterscheidet man zum Beispiel zwischen Allein- und Doppelverdienern, und auch Alleinerziehende mit ihren Kindern müssen individuell berücksichtigt werden. Man nimmt jeweils die Lebensgegebenheiten und den Verdienst des Steuerzahlers als Grundlage und rechnet darauf noch Freibeträge und Pauschalen an.

Hat ein Steuerzahler Kinder, wird er in die Steuerklassen 1 bis 4 eingestuft, hier werden dann die gültigen Kinderfreibeträge berücksichtigt. Der Großteil des Freibetrags wird allerdings schon durch das Kindergeld aufgebraucht, so dass sich finanzielle Vorteile bei Eltern in einem geringeren Solidaritätszuschlag und einer geminderten Kirchensteuer bemerkbar machen. Um die Lohnsteuer berechnen zu können, muss man auch den gültigen Einkommenstarif berücksichtigen. Man zieht also zunächst alle Freibeträge gemäß der aktuellen Steuerklasse ab, auf der Basis dieses Betrags kann dann die Lohnsteuer ermittelt werden.

Die Berechnung der Lohnsteuer

Bis zum Jahr 2003 gab es einen so genannten Stufentarif für die Berechnung der Einkommensteuer. Das bedeutet, dass die Einkommensteuer bei allen Arbeitnehmern gleich hoch war, deren Einkommen sich innerhalb einer dieser festgelegten Stufen bewegte. Als dann 2004 der stufenlose Formeltarif eingeführt wurde, fielen auch die bis dahin gültigen Lohnsteuertabellen weg. Seither werden die Steuern immer ganz individuell berechnet, und dennoch können auch heute noch Lohnsteuertabellen verwendet werden. Allerdings nehmen Unternehmen die Lohnsteuerberechnung maschinell vor und nutzen die Tabellen lediglich noch als Ergänzung dazu.

Das Finanzministerium ist jetzt verpflichtet, nicht nur einen Programmablaufplan für die maschinelle Ermittlung, sondern auch für die Erstellung der Lohnsteuertabellen zu veröffentlichen. Somit sind die Lohnsteuertabellen auch heute noch amtlich gültig, und man kann eine manuelle Berechnung der Lohnsteuer vornehmen. Man muss dabei allerdings wissen, dass sich für den Steuerzahler in den meisten Fällen ein finanzieller Nachteil ergibt, wenn man einen Vergleich mit der maschinellen Lohnsteuerberechnung anstellt.

Lohnsteuer fällt auf alle Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit an, Grundlage für die Berechnung ist die aktuell eingetragene Lohnsteuerklasse. Der Arbeitgeber führt die Lohnsteuer direkt an das Finanzamt ab, bei der jährlichen Einkommenserklärung wird diese angerechnet, und unter Umständen findet eine Verrechnung statt.